Einkaufen mit Karte – So funktioniert kontaktloses Bezahlen.
Die Technik nennt sich Near Field Communication (NFC). Mit immer mehr
Kredit- und Girokarten ist dadurch kontakloses Zahlen möglich. Zunehmend
werden Girocards mit einer Technik ausgerüstet, die Kunden den Einkauf
erleichtern soll. Die wichtigsten Fakten:
Lange Schlange an der Kasse. Der eine kramt endlos nach Kleingeld, die
nächste hat ihre Pin vergessen – Alltag in deutschen Supermärkten.
Eigentlich geht das schneller. Einfach kurz die Karte an ein Gerät halten –
piep – fertig. Die Technik hinter dem kontaktlosen Zahlen nennt sich Near
Field Communication (NFC). Mit immer mehr Kredit- und Girokarten geht das
inzwischen.

Die Methode ist so sicher wie andere Kartenzahlungen und gerade für kleine
Summen praktisch. Hier die sechs wichtigsten Fragen und Antworten zum
kontaktlosen Bezahlen:

1. Wie erkennt man geeignete Karten und Kassen?
Ob eine Karte NFC-fähig ist, erkennen Verbraucher am aufgedruckten
Wellensymbol. Es sieht ähnlich aus wie das Wlan-Symbol auf Laptop oder
Smartphone. Um mit dieser Technik bezahlen zu können, muss auch das
Kartenlesegerät im Geschäft oder Restaurant NFC-fähig sein. Die Geräte sind
mit demselben Symbol gekennzeichnet.

2. Welche Art von Karten erlauben die neue Technik?
Lange gab es in Deutschland nur Kreditkarten, mit denen man kontaktlos
bezahlen konnte. Inzwischen ziehen auch die Banken nach: Sie geben Girocards
aus (besser bekannt unter ihrem früheren Namen EC-Karte), mit denen das
Zahlen kontaktlos funktioniert. Die Sparkassen etwa wollen bis Mitte 2019
die Ausgabe entsprechender Girocards abgeschlossen haben.

3. Braucht man eine Pin?
Ganz kontaktlos ist das Zahlen nur, wenn keine Pin abgefragt wird. Das geht
bei Summen bis zu 25 Euro sowohl mit einer NFC-Kreditkarte als auch mit
einer Girocard. Visa hat die Grenze bei den Kreditkarten auf 50 Euro erhöht.
Ob Kunden diese Maximalgrenze nutzen können, hängt aber von ihrer Bank und
dem jeweiligen Geschäft ab. Außerdem kann es vorkommen, dass auch bei Summen
unter 25 Euro die Pin abgefragt wird: Von Zeit zu Zeit verlangt das System
eine Sicherheitsprüfung.

4. Können Kartendaten von Fremden ausgelesen werden?
Im Normalfall muss die Karte dicht an das Lesegerät gehalten werden, damit
Daten ausgelesen werden können. Kriminelle können unter Umständen mit
selbstgebastelten Antennen die Daten einer Kreditkarte auslesen. Die
Prüfziffer (steht auf der Rückseite der Karte) lässt sich so aber nicht
ermitteln. Sollte es trotzdem jemandem gelingen, mit diesen Teildaten etwas
zu kaufen, müssten Kunden den Umsatz sofort reklamieren.

5. Wer haftet bei Verlust der Karte?
Falls die Karte verloren geht oder gestohlen wird, müssen Kunden diese
umgehend sperren lassen. Bis dahin haften sie mit maximal 50 Euro, nach dem
Sperren gar nicht mehr. Ausnahmen gelten bei grob fahrlässigem Verhalten.
Dann haften Verbraucher im kompletten Umfang. Mastercard und Visa befreien
ihre Kunden auch vor der Sperrung der Karte von der Haftung (Ausnahme
wiederum bei grober Fahrlässigkeit). Bei den Girocards haften die Banken
meist ebenfalls vollständig, solange die kontaktlose Zahlung ohne PIN
erfolgt ist.

6. Geht kontaktloses Zahlen auch mit Handy?
Schon länger können Kunden nicht nur mit Kreditkarten und Girocards
kontaktlos zahlen, sondern auch mit dem Smartphone (Mobile Payment). Dazu
muss das Handy NFC-fähig und eine passende App installiert sein. Ein
einheitliches Verfahren für die Smartphone-Zahlung hat sich allerdings in
Deutschland bisher nicht durchgesetzt.